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90 Prozent aller Erektionsstörungen organisch

Über die Ursachen von Erektionsstörungen kursieren viele Märchen. Das bekannteste: Erektionsstörungen hätten meist psychische Ursachen. Wahr ist: Studien belegen, dass bis zu 90 Prozent aller Erektionsstörungen durch organische Ursachen zu erklären sind. Diese allerdings sind sehr vielfältig.

Frühwarnzeichen Erektionsstörung

Erektionsstörungen können ein Frühwarnzeichen für ernsthafte Erkrankungen sein – von Diabetes und Fettstoffwechselstörungen bis Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen. Diagnose und Therapie von Erektionsproblemen sind daher keine Lifestyle-Medizin, sondern eine sinnvolle medizinische Leistung zur Gesundheitsversorgung.
 


Ursachen von erektiler Dysfunktion

Durchblutungsstörungen häufigste Ursache von erektiler Dysfunktion

Ein steifer Penis ist ein prall mit Blut gefüllter Penis. Von daher ist leicht nachzuvollziehen, dass ein Großteil aller Erektionsstörungen eine Folge von Durchblutungsstörungen ist. In fast der Hälfte der Fälle sind das Gefäßverengungen durch Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Wenn die den Penis versorgenden Arterien durch Plaques verengt sind, gelangt nicht mehr ausreichend Blut in Schwellkörper – und die Erektion kommt nicht oder nur unzureichend zustande.

Diabetes schädigt Blutgefäße und Nerven

Weitere 30 Prozent der Erektionsprobleme sind eine Folge von Diabetes. Das hat vor allem zwei Gründe. Erstens schädigen langfristig hohe Blutzuckerwerte die Blutgefäße und verschlechtern so die Durchblutung. Zweitens geht schlecht behandelte Zuckerkrankheit mit einem fortschreitenden Verlust an feinen Nervenfasern einher. Dadurch wird die glatte Muskulatur in den Blutgefäßen weniger stark angesteuert und die Empfindlichkeit des Penis herabgesetzt. Mediziner sprechen von diabetischer Neuropathie.

 

Erektionsstörungen durch Medikamente

Auch Medikamente können Erektionsstörungen verursachen. Das gilt vor allem für psychisch wirksame Medikamente. Libidoverlust und Erektionsprobleme sind häufige Nebenwirkungen der meisten Antidepressiva oder Neuroleptika. Das gilt ebenso für einige Antiepileptika wie beispielsweise Carbamazepin und Phenytoin sowie Antiandrogene wie Androcur und Finasterid. Auch starke Schmerzmittel wie Morphin oder Fentanyl sowie Medikamente gegen Prostatavergrößerung oder Blasenschwäche stören die Erektionsfähigkeit. Insgesamt machen medikamentenbedingte Erektionsstörungen etwa 15 Prozent aller Fälle aus.

Blutdrucksenkende Medikamente und Erektion

Nicht alle blutdrucksenkenden Medikamente wie Betablocker, Diuretika oder ACE-Hemmer haben negativen Einfluss auf die Erektion. Die Nebenwirkungen auf Penis und Schwellkörper unterscheiden sich von Wirkstoff zu Wirkstoff. So ist bei Erektionsstörungen beispielsweise der Betablocker Bisoprolol weniger gut geeignet. Bei Nebivolol wurden hingegen sogar positive Effekte auf die Erektionsfähigkeit beobachtet. Ebenso soll der ACE-Hemmer Ramipril die Erektionsfunktion fördern. Deshalb sollte die Auswahl dieser Medikamente immer individuell erfolgen. Nichtsdestotrotz ist Bluthochdruck einer der wichtigsten Risikofaktoren für Erektionsstörungen. Denn anhaltend hoher Blutdruck schädigt die Blutgefäße.

 

Impotenz als Folge von Krankheiten oder Operationen

Der Erektionsvorgang wird vor allem über das Gehirn und die Nerven gesteuert. Deshalb sind Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns und der Nerven eine weitere wichtige Ursache von Erektionsstörungen. Dazu zählen beispielsweise viele Querschnittlähmungen oder andere Verletzungen der Nervenbahnen im Rückenmark, auch durch Bandscheibenvorfälle.

Verletzungen des Gehirns (Schädel-Hirn-Traumata), Hirntumoren oder Schlaganfälle sind eine weitere Ursache. Außerdem das Hirn betreffende Erkrankungen wie Demenz, Epilepsie oder Parkinson. Der krankhafte Abbau der Nervenbahnen bei multipler Sklerose führt ebenfalls oft zu Erektionsproblemen. Es kommen aber nicht nur Erkrankungen von Gehirn und Nerven als organische Ursachen von Erektionsstörungen infrage. Auch Schilddrüsenfunktionsstörungen oder eine Überproduktion des Hormons Prolaktin können für eine Erektionsstörung verantwortlich sein.

Schwere Erkrankungen

Krebs (insbesondere bei Chemotherapie und/oder Bestrahlung) und Herzinfarkt sowie Funktionseinschränkungen von Nieren oder Leber sind eine weitere mögliche Ursache von Impotenz. Bei schweren Erkrankungen ist allerdings nicht immer genau zu trennen, ob die Erkrankung selbst oder beispielsweise die medikamentöse Therapie die Erektionsprobleme bedingt.

Operationen und Verletzungen

Typisch sind Erektionsstörungen auch als Nebenwirkungen oder Folge von Operationen im Bereich des Beckens oder der Prostata. Bei diesen Eingriffen werden beispielsweise mitunter Nervenbahnen beschädigt, die für die Erektion unverzichtbar sind.

 

Testosteron-Mangel (Hypogonadismus)

Unzweifelhaft hat das männliche Sexualhormon Testosteron Einfluss auf die Erektion. Der genaue Effekt auf Erektionsstörungen aber ist abschließend nicht geklärt. Experten gingen lange davon aus, dass ein verminderter Testosteronspiegel kaum eine Rolle spielt. Nun aber legen aktuelle Studien nahe, dass der Testosteronmangel bei der hormonellen Funktionsstörung Hypogonadismus eine deutlich größere Rolle spielen könnte. Testosteronmangel entsteht bei Männern unter 50 durch eine krankhaft gestörte Hormonproduktion in den Keimzellen (primärer Hypogonadismus) oder seltener in der Hirnanhangsdrüse (sekundärer Hypogonadismus). Männer jenseits des 50. Lebensjahres kommen früher oder später in die Wechseljahre. Bei ihnen nimmt die Testosteronproduktion alterungsbedingt ab. Man spricht dann vom partiellen Androgendefizit des älteren Mannes (PADAM). Eine Therapie mit Testogel / Nebido (Testosteron-Substitution) kann in diesen Fällen in Erwägung gezogen werden.

 

Impotenz und Psyche

Ohne Zweifel ist die männliche Potenz auch eine Frage der Psyche. Stress, Streit, Krisen oder traumatische Erlebnisse drücken sich mitunter durch Unlust oder vorübergehende Impotenz aus. Bei anhaltender Belastung kann sich das verselbstständigen. Deshalb geht ein kleiner Teil der behandlungsbedürftigen Erektionsstörungen auf psychische Ursachen zurück.

 

Verhaltensbedingte Ursachen

Schließlich ist es auch das Verhalten, das eine Erektionsstörung verursachen kann. Rauchen (Drogen/Kiffen), Bewegungsmangel und fettreiche Ernährung setzen vor allem dem Herz-Kreislauf-System zu. Sie fördern unter anderem Bluthochdruck und Arteriosklerose – und damit zwei der wichtigsten Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen. Auch Alkoholiker sowie Männer mit einem hohen Alkoholkonsum erkranken überdurchschnittlich häufig an erektiler Dysfunktion.

 

Auf die Diagnose kommt es an

Sie sehen: Es gibt viele Ursachen für Erektionsstörungen. Und selbst die hier aufgeführten Möglichkeiten sind nicht vollständig. Für die bestmögliche Behandlung ist die Diagnose von entscheidender Bedeutung. Nur wenn die Ursache einwandfrei erkannt ist, lässt sich eine Therapie entsprechend einleiten. Im Zentrum für Erektionsstörungen sind Sie von Anfang an in besten Händen – für eine treffsichere Diagnose mit bestmöglichen Erfolgsaussichten in der Behandlung.
 

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Sechs Fragen an Doktor Diehm:

Prof. Dr. Diehm beantwortet häufige Fragen zu erektilen Dysfunktion

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