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Stentbehandlung: Gefäßstützen gegen Erektionsstörungen

Den Begriff Stent kennen die meisten Menschen im Zusammenhang mit Herzerkrankungen. Wenig bekannt ist hingegen, dass Gefäßstützen sich in der Therapie von Erektionsstörungen immer mehr etablieren. Sofern die Patienten für den Eingriff in Frage kommen, beseitigt die Stentbehandlung arteriosklerotisch bedingte Erektionsstörungen inzwischen bei mehr als 75 Prozent der Fälle.

Durchblutung des Penis wiederherstellen

Erektionsstörungen sind sehr oft Folge von Durchblutungsstörungen (Mehr dazu: Ursachen von Erektionsstörungen). Umso naheliegender ist es, zur Behandlung von Erektionsproblemen die Durchblutung des Penis wiederherzustellen. Mediziner sprechen von Revaskularisation der Penisarterien mittels Ballonkatheter-Therapie. In einfachen Worten: Die den Penis versorgenden Arterien werden geweitet und stabilisiert. Das klingt komplizierter als es ist.

Für wen ist die Stentbehandlung von erektiler Dysfunktion geeignet?

Die Stentbehandlung ist für alle Männer geeignet, bei denen sich die Erektionsstörung auf eine mangelhafte Blutversorgung infolge von Gefäßverengungen im Bereich der Becken- und Penisarterien zurückzuführen lässt. Eine individuell zutreffende Einschätzung lässt sich aber erst nach einer genauen Diagnose der erektilen Dysfunktion treffen. Sollte sich beispielsweise bei der Diagnose zeigen, dass die Penisarterien noch nicht übermäßig geschädigt sind, kann bei vielen Männer eine Stosswellentherapie gegen Erektionsstörungen die bessere Wahl sein.

 

Erfolgsrate der Stentbehandlung

Die Erfolgsrate von Stentbehandlungen gegen Erektionsstörungen beträgt gegenwärtig im Durchschnitt etwa 60 Prozent. Allerdings beruhen diese Angaben auf vergleichsweise kleinen Pilotstudien. Das Zentrum für Erektionsstörungen arbeitet gegenwärtig an einer größeren Studie, die demnächst veröffentlicht wird. Sie bestätigt nach aktuellem Stand der Auswertung (August 2018) für die Gruppe der für den Eingriff geeigneten Patienten eine Verbesserung der Erektion in mehr als 75 Prozent der Fälle.

Prof. Nicolas Diehm und seine Kollegen werten das Ergebnis als sehr ermutigend. Umso mehr, als Komplikationen bei der Stentbehandlung von erektiler Dysfunktion sehr selten sind. Wie bei Stents in anderen Blutgefäßen kann es jedoch zu einer Wiederverengung der Arterien kommen. Dieses Risiko ist umso größer, je stärker das Gefäß bereits geschädigt war. Deshalb ist es so wichtig, Durchblutungsstörungen möglichst früh zu erkennen, um rechtzeitig eine erfolgversprechende Behandlung einzuleiten.

 

Ablauf: Revaskularisation der Penisarterien in Bildern

Die Stentbehandlung der Penisarterien ist keine Operation, sondern ein minimal-invasiver Eingriff. Bei örtlicher Betäubung wird ein kleiner Schnitt in der Leiste gesetzt. Über diesen Zugang wird ein sehr feiner Hohlschlauch (Katheter) über die Beckenarterie (Beckenschlagader) bis zu den Penisarterien geführt. Über den Katheter wird die verengte Arterie mit einem Ballon geweitet. Anschließend wird eine Gefäßstütze (Stent) eingesetzt, um die Engstelle zu stabilisieren.

 

01. Zwischen den beiden Pfeilen ist eine starke Verengung (Stenose) der linken Penisarterie (Arteria pudenda interna) zu erkennen. Sie ist die Ursache dafür, dass der Penis nicht ausreichend mit Blut versorgt wird.

02. Dieses Bild zeigt die gleiche Arterie, während sie mit einem Ballon geweitet wird. Mediziner bezeichnen diese Methode als Ballondilatation oder Ballonangioplastie.

03. Nach der Weitung durch den Ballon kann die geweitete Arterie ein Stück weit zusammenfallen. Es bleibt also eine Engstelle. Diese sogenannte residuelle Stenose wird im nächsten Schritt mit einem Stent stabilisiert.

04. Nach erfolgreichem Setzen der Gefäßstütze ist die Verengung beseitigt. Um eine Wiederverengung bestmöglich zu vermeiden, ist der Stent mit Medikamenten beschichtet.

Experten für Stentbehandlung von Erektionsproblemen

Die Gründer des Zentrums für Erektionsstörungen, Prof. Dr. med. Nicolas Diehm, PD Dr. med. Hak Hong Keo und Dr. med. Christian Regli sowie ihr Partner Dr. med. Martin Christian Schumacher (Urologe) sind international anerkannte Pioniere in der Angioplastie-Behandlung von Erektionsproblemen. Mehr über ihre wissenschaftliche Arbeit und weiterführende Literatur finden Sie unter Aktuelles.

Prof. Diehm bezeichnet die Stentbehandlung von Erektionsstörungen nach weit über vierhundert Eingriffen als Routineeingriff. Er nimmt diesen Eingriff gegenwärtig bis zu 20 Mal pro Monat vor.


Dr. med. Christian Regli, Prof. Dr. med. Nicolas Diehm und PD Dr. med. Hak Hong Keo

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Video: Patientenabend an der Hirslanden Klinik Aarau

Prof. Dr. med. Diehm erklärt Stentbehandlung gegen Erektionsstörungen

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