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Stosswellentherapie gegen Erektionsstörungen

Die Stosswellentherapie gegen Erektionsstörungen wird zuweilen als eine Art Wundermittel gegen Impotenz beworben. Tatsächlich kann sie eine wertvolle Alternative oder Ergänzung in einem Therapiekonzept sein. Deshalb gehört die niedrigenergetische extrakorporale Stosswellentherapie zum Behandlungsspektrum im Zentrum für Erektionsstörungen. Ein Wundermittel ist die Stosswellentherapie aber nicht. Lesen Sie hier alles Wichtige und machen Sie sich selbst ein Bild.

Was ist Stosswellentherapie gegen Erektionsstörungen?

Möglicherweise haben Sie schon einmal davon gehört, dass Nierensteine oder Gallensteine in vielen Fällen bei einem nicht operativen Eingriff mit Schockwellen zertrümmert werden? Auf diesem Verfahren beruht auch die Stosswellentherapie gegen Erektionsstörungen. Der größte Unterschied: Bei der Behandlung von Erektionsstörungen wird nur ungefähr ein Zehntel der Energie eingesetzt, die bei der Zertrümmerung von Nieren- oder Gallensteinen eingesetzt wird. Deshalb wird diese Form der Stosswellentherapie als niedrigenergetische extrakorporale Stosswellentherapie oder LESWT bezeichnet. Die Abkürzung LESWT steht für Low Energy Shock-Wave Therapy.

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Wirkung der Stosswellentherapie bei Erektionsproblemen

Die Idee für die Stosswellentherapie kommt aus der Herzmedizin, genauer gesagt aus der Behandlung und Vorbeugung von Herzenge (Angina pectoris). Herzenge wird – wie sehr viele Fälle von Erektionsstörungen - durch Durchblutungsstörungen verursacht. Im Fall des Herzens geht es vor allem um die sehr feinen Koronararterien, die das Herz versorgen. Im Fall von Erektionsstörungen sind funktionseingeschränkte Penisarterien Ziel der Behandlung.

Die Stosswellentherapie kann bewirken, dass verengte oder geschwächte Blutgefäße sich dauerhaft erholen. Dieser Effekt entsteht, indem die Stosswellen die Ausschüttung eines wichtigen Wachstumsstoffes anregen. Dieser Botenstoff namens Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) begünstigt das Wachstum und die Neubildung von Endothel- und Muskelzellen. Endothelzellen kleiden die Blutgefäße von innen her aus und sind für eine gesunde Funktion der Blutgefäße unerlässlich. Die vermehrte Bildung von Muskelzellen erhöht die Kontraktionsfähigkeit der Blutgefäße – und damit deren Funktion. Im Ergebnis bewirkt die Stosswellentherapie, dass bestimmte Formen von durchblutungsbedingten Erektionsstörungen nicht nur gemindert, sondern geheilt werden können.

Dauer der Stosswellentherapie bei ED

Die Behandlung erfolgt ambulant in den Praxisräumen des Zentrums für Erektionsstörungen. Die Stosswellen werden über eine Sonde auf den Penis übertragen. Bei jeder Sitzung werden zwischen 3 bis 6 Areale am gestreckten Penis für mehrere Minuten behandelt. Normalerweise dauert eine Sitzung zwischen 15 und 20 Minuten. Die Anwendung ist schmerzlos. Sie können die Praxis unmittelbar nach der Anwendung verlassen – und sind in keiner Form eingeschränkt.

In der Regel dauert es ca. sechs Wochen mit je einer Anwendung pro Woche, bis die Stosswellen ihre Wirkung voll entfalten und Erektionsbeschwerden nachhaltig lindern. Bei ansonsten gesunden Menschen ohne verstärkte Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen oder durchblutungsbelastende Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes bleibt die Erektionsfähigkeit nach der Stosswellentherapie häufig dauerhaft erhalten. Es ist aber auch möglich, dass die Stosswellentherapie nach einigen Monaten oder Jahren wiederholt werden muss.

Professor Dr. med. Nicolas Diehm:
Für wen eignet sich die Stosswellentherapie?

„Die Stosswellentherapie kann eine sehr gute Wahl für die Behandlung von Erektionsstörungen sein. Allerdings kommt sie – ebenso wie die anderen Behandlungsmöglichkeiten – nicht für jeden Mann in Betracht. Das hat einen einfachen Hintergrund: Die Ursachen für erektile Dysfunktion sind überaus vielfältig – und eine sorgfältige Diagnose daher der entscheidende Schritt auf dem Weg zum Ziel. Die Stosswellentherapie kann beispielsweise nur dann helfen, wenn die zum Penis führenden Blutgefäße noch nicht übermäßig stark geschädigt sind. Das ist in unserer Erfahrung nach vor allem in einem frühen Stadium von Erektionsstörungen der Fall. Zudem ist die Stosswellentherapie eine gute Alternative für Männer, die auf eine medikamentöse Behandlung mit PDE-5-Hemmern wie Viagra und Co. nicht ansprechen oder für die eine medikamentöse Behandlung wegen der Nebenwirkungen nicht infrage kommt.“

Vorteile der Stosswellentherapie im Vergleich

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Stosswellentherapie einige Vorteile im Vergleich zur medikamentösen Therapie mit PDE-5-Hemmern oder einer Stentbehandlung von Erektionsstörungen haben kann. Aber denken Sie bitte daran: Die Stosswellentherapie ist nicht für jeden Mann geeignet, sondern nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Studien zur Wirksamkeit der Stosswellentherapie bei erektiler Dysfunktion

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, die den Nutzen der niedrigenergetischen extrakorporalen Stosswellentherapie belegen. Am aussagekräftigsten sind Studien, die eine tatsächliche Therapie mit einer Scheintherapie vergleichen. Solche Studien – und andere – hat eine Forschergruppe an der Universität Breslau in einer Übersichtsarbeit (siehe Quellen) ausgewertet.

75 Prozent mit Spontanerektion

Demnach ist die positive Wirkung der Stosswellentherapie in mehreren Studien klar nachweisbar. In einer Studie wurden 135 Männer mit Erektionsstörungen untersucht. Eine Gruppe erhielt eine echte Stosswellentherapie, bei der anderen wurde die Behandlung nur vorgetäuscht. Das Ergebnis: 75 Prozent der zuvor impotenten Männer waren nach der Stosswellentherapie zu einer Spontanerektion in der Lage.

Erektions-Score klar verbessert

Eine weitere Studie untersuchte 59 Männer, die zuvor PDE-5-Hemmer erfolgreich eingenommen hatten. Bei 65 Prozent der Teilnehmer verbesserte sich die Erektionsfähigkeit um mindestens 5 Punkte nach dem sogenannten IIEF-Score. IIEF steht für «International Index of Erectile Function». Der IIEF-Score wird in der Medizin nicht nur in der Diagose von Erektionsstörungen, sondern auch zur Erfolgskontrolle von Therapien angewendet. Den entsprechenden Selbsttest finden Sie auch auf unserer Webseite: „Leiden Sie unter krankhaften Erektionsstörungen?“.

Aber auch bei Männern, die auf PDE-5-Hemmer nicht ansprechen, ist der Nachweise der Wirksamkeit gelungen. Demnach bewirkte die Stosswellentherapie bei gut der Hälfte der 55 Teilnehmer eine für den Geschlechtsverkehr ausreichend harte und andauernde Erektion.

Stosswellen sinnvolle Alternative zu PDE-5-Hemmern

Das Ergebnis der Studienauswertungen lässt sich bislang knapp so zusammenfassen: Wenn man alle Männer mit Erektionsstörungen betrachtet, ist die medikamentöse Therapie mit PDE-5-Hemmern insgesamt effektiver. Für Männer, die PDE-5-Hemmer nicht vertragen, ist die Stosswellentherapie eine interessante Alternative. Zudem spricht für die Stosswellentherapie, dass diese Behandlungsform Erektionsstörungen nicht nur symptomatisch lindert, sondern sogar heilen kann.

 

Quellen

Dr. Dariusz Kalka (Universität Breslau): Low-energy Shock Wave Therapy—A Novel Treatment Option for Erectile Dysfunction in Men With Cardiovascular Disease

Weitere Studien zum Thema
Yee, C.-H.; Chan, E. S.; Hou, S. S.-M. & Ng, C.-F., Extra-corporeal shockwave therapy in the treatment of erectile dysfunction: A prospective, randomized, double-blinded, placebo controlled study, International Journal of Urology, Wiley Online Library, 2014.
 
Chung, E. & Cartmill, R., Evaluation of clinical efficacy, safety and patient satisfaction rate after low-intensity extracorporeal shockwave therapy for the treatment of male erectile dysfunction: an Australian first open-label single-arm prospective clinical trial, BJU international, Wiley Online Library, 2015, 115, 46-49.

Olsen, A. B.; Persiani, M.; Boie, S.; Hanna, M. & Lund, L., Can low-intensity extracorporeal shockwave therapy improve erectile dysfunction? A prospective, randomized, double-blind, placebo-controlled study, Scandinavian journal of urology, Informa Healthcare Stockholm, 2014, 1-5.

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